5 Gründe nach Santo Domingo auszuwandern und 5 Gründe dort nicht zu leben

5. Grund um nicht in Santo Domingo zu leben

Entertainmentprobleme

Wie ich es bereits zuvor beschrieben habe, neigen Dominikaner eher dazu, gemächliche und träge Charaktere zu sein, wenn sie nicht hinter dem Steuer eines Fahrzeuges sitzen. Es scheint nicht viel Interessantes im alltäglichen Leben auf den Straßen von Santo Domingo zu geschehen. Viele Leute lungern auf den Straßen herum und wirken nicht wirklich produktiv auf einen Beobachter.

Für eine Hauptstadt in Lateinamerika ist es sogar verhältnismäßig beschaulich, was sich alles in den Straßen abspielt. Verglichen mit vielen anderen lateinamerikanischen Hauptstädten bietet Santo Domingo kaum spannende Straßenmärkte mit Handwerkskunst und auch nicht Artisten oder Straßenkünstler.

Wenn Du gerne shoppen gehst, besuchst Du lieber eine der riesengroßen Einkaufszentren in Santo Domingo. Zahlreiche gigantische Malls sind in der Stadt verstreut und vereinen neben den vielen Einkaufsmöglichkeiten auch die eine oder andere Unterhaltungselektronik, die man eher aus anderen Stadtvierteln gewöhnt wäre. Hier eine Karte mit den 10 größten und interessantesten Shopping Malls in Santo Domingo:

Die Anordnung, bzw. viel zu nahe Verteilung ist ganz nebenbei auch ein kleiner Beweis zur städtischen Fehlplanung. Auch wenn Santo Domingo eine Millionenstadt ist, so sind diese Einkaufszentren viel zu nah aneinander gebaut worden und konkurrieren stark miteinander. Innerhalb nur weniger Quadratkilometer ballen sich die gigantischen Shoopingzentren und in den Randbezirken herrscht Ebbe.

Außerhalb dieser Shopping Malls ist es dann schon mal etwas schwierig, Kinos, Videospielhallen oder andere digitale Entertainmentfaktoren zu finden. Erwarte ebenfalls keinen Zirkus, Vergnügungspark oder andere Unterhaltungsbranchen in Santo Domingo.

Es gibt nur wenige kulturelle Aktivitäten in Santo Domingo

Museen zu besuchen ist natürlich ein stark interessensabhängiger Zeitvertreib. Selbst wenn Du Dich aber entscheidest, alle interessanten Museen zu besuchen, so kannst Du innerhalb weniger Tage schon alle Orte abklappern – inklusive begleiteter Museumsführung. Außerhalb der kolonialen Altstadt gibt es auch kaum Kunstausstellungen oder Expositionen zu kulturellen Themengebieten.


‘El Conde’ in der kolonialen Altstadt. Ein paar Straßenverkäufer und Schachspieler geben der einzigen echten Einkaufsstraße in Santo Domingo ein gewisses Flair.

Theater, Opern, Musicals oder andere groß angelegte Aufführungen sind äußerst rar gesät in Santo Domingo. Es ist eher enttäuschend wenn Du bedenkst, dass Du in der ältesten Stadt auf dem amerikanischen Kontinent wohnst.

Aber außerhalb des epochalen und eleganten Geistes der historischen Altstadt durch die vielen kolonialen Bauwerke und Plätze gibt es nicht so viel zu sehen und zu tun für kulturinteressierte Bürger.

Sportmangel in der Dominikanischen Republik – Und in Santo Domingo

Nationalsport der Dominikanischen Republik ist Baseball ⚾

Ein Sport, bei dem der gewöhnliche Einwanderer aus Europa kaum mitreden kann und Interesse zeigt. Selbst in den USA zieht Baseball gegenüber Basketball, American Football, Eishockey, Tennis, verschiedenen Kampfsportarten und Motorsport den Kürzeren.

Einige Matches dauern im Baseball auch ewig lang und können nicht mal an einem Abend beendet werden. Ich erinnere mich an eine Baseballpartie, die ich im Fernsehen verfolgt habe. Nach mehr als 5 Stunden wurde das Spiel abgebrochen, bzw. pausiert und auf den nächsten Abend verschoben.

Gibt es denn noch andere Sportarten in der Dominikanischen Republik? Teamsportarten vielleicht? Oder Ballsportarten? Motorsport? Absolute Fehlanzeige. Keine ernsthafte professionelle Sportliga existiert und die Dominikaner interessieren sich kaum bis gar nicht für andere Sportarten.

Die Dominikanische Republik kann als Paradies für Golfspieler wahrgenommen werden, wie ich in einem vorigen Artikel bereits schrieb. Aber diese Sportart ist dann wohl eher für Snobs gemacht als für den durchschnittlichen Dominikaner. Dieser nämlich kann Golf in seinem eigenen Land nicht spielen, weil er sich schlichtweg das Equipment nicht leisten kann.

Selbst wenn Golf aber eine ähnliche Aufmerksamkeit wie Baseball in der Dominikanischen Republik hätte, so wüsste ich nicht, welche der beiden Sportarten ich langweiliger fände.

Nächtliches Entertainment in Santo Domingo ist eher mau

Ich kann nicht behaupten, dass gar nichts los wäre in Santo Domingo. Das wäre falsch und ungerecht. Das Leben in Santo Domingo findet wie in vielen anderen Städten auf dem lateinamerikanischen Kontinent auf der Straße statt.

Eine der wenigen Ausnahmen und verlässlichen Alternativen ist das wöchentliche Konzert jeden Sonntagabend am ‘Monasterio de San Francisco’ in der historischen Altstadt.

Dort wird jeden Sonntag zur traditionellen dominikanischen Merengue-Musik getanzt.Und der Eintritt ist sogar kostenlos zu diesem Open Air-Konzert!

Ob in den Randbezirken oder im Stadtkern: Das nächtliche Leben findet natürlich in den sogenannten ‘Colmados’ statt. Diese dienen wie ein sozialer Magnet für die Bevölkerung. Colmados sind kleine Shops, die alle Elemente eines Kiosks, einem Gemischtwarenhändler und der Bar vereinen. Leute kommen her, um einige Dinge zu kaufen und ein Getränk miteinander zu trinken.

Das tolle an diesen Colmados ist, dass sie ebenfalls die zuvor beschriebenen Lieferdienste anbieten. Ob Du Getraänke, Speisen, freiverkäufliche Medikamente oder andere Verbrauchsgegenstände möchtest – Es wird Dir bis an die Haustür für einen fairen Preis geliefert.

Viele Leute sitzen in den zumeist grünen Presidente-Plastikstühlen überall um den Colmado und halten bei einem Bier oder Gläschen Rum ein Schwätzchen. Tanzende, rauchende und trinkende Menschen auf der Straße sind natürlich für ein paar Minuten mal ganz spannend zu beobachten. Auch hier und dort sich mal unters Volk mit einem Getränk zu mischen ist eine gute Sache. Für mich wäre es aber kein abendfüllendes Programm und wird schnell langweilig.

Was Du jedoch nahezu auf jeder Straße in Santo Domingo finden kannst, sind Tische an denen vier Personen sitzen, die laut diskutierend Domino spielen.


Domino ist gleich nach Baseball der Volkssport Nummer 2.

Natürlich gibt es auch hier und da und dort verstreut Bars und Discos in Santo Domingo. Aber nichts, was mich bisher als unvergleichlich einzigartig überzeugt hat. Außerhalb der Zona Colonial finden sich in der ganzen Stadt verstreut ebenfalls gewisse Ausgehmöglichkeiten.

Aber nur innerhalb der historischen Altstadt gibt es ein eher zusammengehöriges und übergreifendes Nachtleben. Wer die krassesten Partys abreißen möchte, der ist in Santo Domingo eher in der falschen Stadt gelandet. Ambitionierte Auswanderer haben es also eher schwer, ein ausgewogenes und gepflegtes Nachtleben bei all dem zuvor erläuterten Mangel an Entertainment zu genießen.


Ich hoffe, dass ich Dir bei der Entscheidungsfindung mit meinen Informationen aus erster Hand behilflich sein konnte. Mit den verschiedenen PROS und CONTRAS über das alltägliche Leben in der Dominikanischen Republik und Santo Domingo konnte ich Dir hoffentlich genügend Eindrücke verschaffen.

Ein finales Fazit möchte ich eher nicht ziehen. Du wirst also von mir keine persönliche Empfehlung erhalten. Am besten weißt Du wahrscheinlich nun selber, ob Santo Domingo zu Dir passt und ob es die geeignete Stadt zum Auswandern und Leben ist.

Ich wäre wirklich happy, wenn Du mir einen kurzen Kommentar hinterlassen würdest. Hat Dir der Artikel gefallen? Konntest Du ein paar nützliche Informationen für Deine eigene Zukunftsplanung mitnehmen? Ich freue mich auf Dein Feedback!

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