Wo ist Pozuzo?
Das heutige Pozuzo 160 Jahre später besteht lediglich aus zwei Hauptstraßen, falls man diese überhaupt so nennen kann. Der Verkehr ist mehr als beruhigt in diesem kleinen 1.000-Einwohner Örtchen und es lässt sich selbst problemfrei auf der Straße latschen, ohne dass man Gefahr läuft, rücksichtslos überrollt zu werden wie sonst im restlichen Land.

Begleitet wurde ich auf meiner Reise wie schon zuvor in Oxapampa von meiner Freundin Pierina, einer Make-Up-Artistin aus Lima. So stellte ich zumindest sicher, dass ich bei allen folgenden Fotos bestens gestylt aussah. Sofern Sie etwas mehr über die junge Dame herausfinden möchten, so empfehle ich Ihnen den folgenden Link.

HOSPEDAJE El MANGO: GUT UND GÜNSTIG
Von der Herberge selbst schoss ich so gut wie keine Fotos, da ich mich die meiste Zeit meines Aufenthaltes außerhalb der Räumlichkeiten aufhielt und erst abends nach Einbruch der Dunkelheit zurückkehrte. Dann ließen es jedoch die Lichtverhältnisse nicht mehr zu, dass ich weitere Fotos machte. Aber Sie als Leser haben diesen Artikel ja schließlich nicht angeklickt, damit Sie herausfinden werden, in welchem Bett ich genächtigt habe, oder?! Wie dem auch sei, hier das einzige Foto, das ich von außen aufnahm:

Die Preise für ein Doppelzimmer waren mit 80 Soles (rund 20 Euro) pro Nacht ebenfalls überschaubar. Nebensaison sei Dank! Das Frühstück mag zwar dem ein oder anderen Leser als mickrig erscheinen…

…aber ich kann versichern, dass dies mehr oder minder der Maßstab in peruanischen Gasthöfen und Herbergen abseits des standardisierten Hotelbuffets ist. Eher wurde sogar mehr als sonst angeboten, da mir in anderen peruanischen Städten, bzw. Unterkünften auch schon mal lediglich ein trockenes Brot zum Fraß vorgeworfen und als ‘Frühstück Inklusive’ wurde. Dagegen sind Saft und Gebäck schon etwas Besonderes. Somit war ich den Umständen entsprechend zufrieden mit dem, was mir geboten wurde.
Außer natürlich mit dem Kaffee, denn hier habe ich mittlerweile über die Jahre hinweg recht hohe Ansprüche entwickelt, die nur selten erfüllt werden können. Auch der Kaffee aus Pozuzo hat nicht das Zeug, das es benötigt, um Tote wieder aufwecken zu können. Was dennoch außergewöhnlich am Kaffee aus Pozuzo ist, befindet sich nicht im Getränk selbst. Sondern in der Art, wie er serviert wird.
Ähnlich wie ich bereits in Oxapampa zuvor überrascht wurde, kommt der flüssige Kaffee in einer kleinen Glaskaraffe daher und wird kalt serviert. Man gießt ihn sich in die Tasse mit heißem Wasser hinzu und mengt noch optional diabetisfördernden Zucker bei. Da gezuckerter Kaffee aber eine Schande für den puren Kaffeegenießer ist, habe ich natürlich gerne darauf verzichtet.
Sehr gut gefallen hat mir ebenfalls, dass die Stühle alle selbst aus Leder und Holz angefertigt wurden:

Insgesamt verbrachte ich knapp zwei Tage in dem friedlichen und beschaulichen kleinen Örtchen Pozuzo. Genügend, um Ihnen die ein oder andere erstaunliche Anekdote vermitteln zu können. Ich besuchte Pozuzo außerhalb der Hauptsaison Mitte August. Was zum einen natürlich ein Vorteil war, da mir lästiges Pauschaltouristenpack nicht weiter über den Weg lief, die Preise äußerst niedrig waren und die Ortschaft noch authentischer und originalgetreuer ausschaute.
Der Nachteil war allerdings, dass die dortigen Fremdenführer und Serviceleister aufgrund der geringen Nachfrage gar nicht erst geöffnet hatten und ich einen Großteil der Besuche der lokalen Attraktionen selbst organisieren musste. Einige der Besuchsmöglichkeiten waren hingegen gar nicht erst verfügbar.
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