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Es ist nicht einfach, aus der Zona Colonial rauszukommen
Obwohl die Zona Colonial aus geografischer Sicht eine ziemlich gute Lage in Santo Domingo hat, so hat sie keinen guten Zugang. Wenn Du es bis in die Kolonialzone geschafft hast: Gut gemacht! Aber wie einfach, schnell und günstig kommt man da wieder heraus?
Lass mich uns Folgendes besser formulieren: Meistens musste ich einen Fahrdienst via UBER bestellen, um die Kolonialzone in Richtung anderer Stadtteile verlassen zu können. Wenn diese anderen Viertel nicht zu Fuß erreichbar waren, war dies eine kostspielige Sache. Es gibt jedoch keine guten und für Ausländer transparenten Alternativen, um die Kolonialzone zu verlassen.

Wenn Du nach öffentlichen Verkehrsmitteln suchst, wirst Du eher enttäuscht werden. Erwarte nichts, was Du aus Deinem Heimatland gewohnt bist. Nennen wir die Dominikanische Republik ein sehr informelles und chaotisch organisiertes Land. In Bezug auf die öffentlichen Verkehrsmittel wirst Du nichts finden können, was Du für eine verkehrssichere und zuverlässige Fahrt benötigst.
Erwarte nicht ausreichend Platz, Sicherheitsgurte, transparente Routen, Fahrpläne, Tickets oder alles andere, woran Du normalerweise bei öffentliche Verkehrsmittel denkst. Mein Tipp: Besser auf nicht fahrtüchtige und überladene Autos oder Busse mit zu vielen Personen vorbereitet sein. Es ist eine echte Katastrophe und leider keine Alternative zu Deinem privaten UBER-Chauffeur.
Es gibt zwei U-Bahnlinien in Santo Domingo, die dringend benötigt wurden und den Verkehrsdruck der Stadt ein wenig entlasten. Leider haben beide Linien keine Haltestellen in der Kolonialzone. Der nächstgelegene Stopp ist mehr als eine Meile entfernt und es würde insgesamt viel Zeit kosten, damit Du Dein endgültiges Ziel mit der U-Bahn erreichen kannst.
Diese Karte oben stammt aus dem Jahr 2009, als die zweite U-Bahnlinie eröffnet wurde. Seitdem gab es immer wieder Gerüchte, Ankündigungen und Versprechungen, mindestens drei weitere U-Bahnlinien zu bauen. Die Zona Colonial würde sich hier unten rechts neben dem Karibischen Meer und Rio Ozama befinden. Wenn diese Baupläne eines Tages verwirklicht würden, wäre dies ein großer Fortschritt für die gesamte Stadt, da auch die Altstadt von Santo Domingo erschlossen wäre.
Aber auch diese Informationen stammen aus dem Jahr 2009 (!) Das ist jetzt viel mehr als ein Jahrzehnt her und diese Pläne wurden seither noch nicht verwirklicht. Diese urbanen Konstruktionspläne sollten damals “in naher Zukunft” verwirklicht werden. Und wir alle wissen, was das in der Karibik bedeutet und wie nahe das Zeitgefühl der Dominikaner im Bezug auf die Zukunft wirklich ist.
Eine wachsende Stadt und die daraus resultierenden Probleme sind große und allgemeine Anliegen aller lateinamerikanischen Städte, insbesondere den Hauptstädten. Eine der größten Herausforderungen ist der Umgang mit der Verkehrssituation für die Zukunft. Santo Domingo ist aus allen Hauptstädten, die ich bisher in Lateinamerika gesehen habe, die bei weitem am schlechtesten organisierte und chaotischste zugleich. Es scheint nicht auf mehr Wachstum in den folgenden Jahrzehnten vorbereitet zu sein und die Kolonialzone leidet sehr darunter.
Als Expat in der Kolonialzone war ich ziemlich enttäuscht darüber, was die Stadtverwaltung organisiert hat (oder eben nicht organisiert hat), um die Verkehrssituation in Santo Domingo zu vereinfachen oder zu entlasten. Ohne UBER und alle anderen Fahrdienste wäre es für einen Ausländer kaum möglich, in verschiedene städtische Gebiete zu fahren. Aber durch die Nutzung der Dienste von UBER habe ich zum Verkehrschaos meinen Teil beigetragen.
Ich hoffe, dass ich Dich bei Deiner Entscheidung unterstützen konnte, ob es Sinn macht, in der historischen Altstadt von Santo Domingo zu leben. Wenn Du aus der Sicht eines Insiders mehrere Vor- und Nachteile kennst, so hast Du nun eine bessere Vorstellung vom ältesten Teil der Stadt.
Vielleicht interessierst Du Dich auch noch für einen anderen meiner Insider-Artikel, der Santo Domingo auf einer etwas breiterem Level analysiert? Klick dazu auf einen der beiden Artikel unten, um zusätzliche Informationen über die größte Stadt der gesamten Karibik aus der Perspektive eines Expats zu erhalten.
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