Wie werden wir im Jahr 2021 verreisen? Eine Post-Corona-Prognose fĂŒr Reisende

Coronavirus, German, Phil O' Soph

Das Jahr 2020 war ein Jahr der VerĂ€nderung all unserer Gewohnheiten. In Zeiten pandemischer EinschrĂ€nkungen von Covid-19 und vieler anderweitiger ökologischer Herausforderungen hat sich auch unsere Wahrnehmung des Reisens im Laufe der Jahre verĂ€ndert. Und es war fast ĂŒberraschend fĂŒr mich zu sehen und zu lesen, wie sich die Freude am Reisen auf sehr eigenartige Weise zu einem Hobby mit eher negativerer Wahrnehmung verĂ€ndert hat. Diese VerĂ€nderungen haben sich in den letzten Jahren nicht nur sehr schnell eingestellt, sondern waren auch in ihrer Herangehensweise und öffentlichen Wahrnehmung drastisch. Quo Vadis, Reisejahr 2021?


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Individuelles Reisen war eine Freude, als ich meine ersten Reisen in Lateinamerika unternahm

Ich erinnere mich an Zeiten, in denen ein Reisender als jemand angesehen wurde, der sich selbst zu verwirklichen versuchte. Er oder sie hoffte, bei allen Gefahren in der Fremde einen gewissen Charakter und eine Persönlichkeit zu formen. Reisende waren mehr oder weniger bescheidene Aspiranten, die versuchen, das Beste von der heutigen Welt fĂŒr Morgen zu lernen. Eine lebendige Mischung aus Abenteurer, DraufgĂ€nger und Kundschafter, nur mit der Absicht, das Beste aus den Dingen macht.

ZunĂ€chst einmal auf Reisen gehen, sich ins Abenteuer stĂŒrzen, bevor es dafĂŒr zu spĂ€t ist. SpĂ€ter beginnt dann ohnehin ein traditionelles Leben in der Gesellschaft, wie es vorher vermutet und immer in Aussicht gestellt wurde. Mit Familie, Beruf und allen anderen Verpflichtungen ist diese Art Reisen kaum oder gar nicht mehr möglich.


Caspar van Kempen and Gertjan Loonstra
Die ersten Reiseabenteuer in SĂŒdamerika in 2014 (Rimac, Lima, Peru)

Sehr oft hörte ich, wie mich die Leute um meine Reisen bewunderten und vielleicht sogar beneideten. Aber mehr auf positive Weise. Dass sie unbewusst das Gleiche tun möchten wie ich und mich liebend gern begleiten wĂŒrden.

Wie plötzlich individuelles Reisen zu einem kollektiven Problem fĂŒr die Gesellschaft wurde

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FĂŒr ein paar Jahre wurde Reisen jedoch immer deutlicher als unerwĂŒnschter Kostenfaktor und als Belastung fĂŒr das Kollektiv angesehen. Es stellte sich die Frage, ob Reisen ein wesentlicher Bestandteil des Lebens ist und ob es nicht besser wĂ€re, diese individuelle Vorliebe auf ein Minimum zu beschrĂ€nken.

Eine starke Abneigung gegen Reisende bildeten sich aus linken und grĂŒnen Aktivisten, denen es gelang, diese Stimmung in die Aufmerksamkeit der gesellschaftlichen Mitte zu rĂŒcken. Anstatt nach Lösungen zu suchen, wie man den Lebensstil eines Reisenden gleichbleibend fortsetzen und ihn vielleicht fĂŒr alle umweltfreundlicher und nachhaltiger gestalten kann, wurden Reisende als eine Gruppe von SĂŒndern mit einer schweren Schuld stigmatisiert. So sollten Flugreisen nach VorschlĂ€gen aus der grĂŒnen Politik kĂŒnstlich verteuert und unattraktiver werden, dann streng auf geringe Kontingente streng reduziert werden und InlandsflĂŒge ab 2035 komplett verboten werden.


Paraguay
Traditionelles Paraguay

Der mir zuvor positiv erbrachte Neid wurde zu einem verdĂ€chtigen Groll mit einer starken Abneigung gegen Reisende. Und natĂŒrlich gegen all jene, die aus der Gesellschaft ausbrechen wollen, um ihren eigenen Weg zu gehen. All diese Emissionen fĂŒr die Freude am Reisen? Alle Reisende ab in die SchĂ€m-Ecke, wie könnt Ihr es wagen?

Das Reisen im Jahr 2020 entwickelte sich zu einem Luxusgut fĂŒr tollkĂŒhne Abenteuerlustige

Aber dann kam das unerwĂŒnschte Jahr 2020 und verĂ€nderte die gesamte Wahrnehmung auf das Reisen. Covid19. Coronavirus. Eine globale Pandemie, geschlossene Grenzen, minimierter Flugverkehr. Reisen wurde buchstĂ€blich unmöglich gemacht. Stornierungen weltweit, Millionen von Menschen verloren ihren Arbeitsplatz und ĂŒberall wurden finanzielle Verluste verzeichnet.

And the longer Covid-19 remained a spooky thread for everyone, more environmental benefits happened. Luckily, these loud squallers in society got muted along this process as well. But were they at the end correct? 

Und je lĂ€nger Covid-19 fĂŒr alle eine schaurige Bedrohung blieb, desto mehr Vorteile gab es fĂŒr die Umwelt zu verzeichnen. GlĂŒcklicherweise wurden die öffentlichkeitswirksamen Ökoaktivisten rund um Greta in der internationalen Wahrnehmung wĂ€hrend dieses Prozesses auch immer stummer . Aber hatten sie am Ende recht?


Caño Hondo
Relaxen im Paraíso Caño Hondo

Plötzlich galt die Reise in den Urlaub als außergewöhnlich und kostbares Gut, das nicht auskosten kann. Und um ehrlich zu sein: Wer in diesen hoch ansteckenden Zeiten gedankenlos durch die Weltgeschichte stolpert, muss ohnehin waghalsig und unbelehrbar sein.

Vielleicht ist aber gerade das immer der Fall. Wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung unerreichbar, außer Reichweite oder zu teuer wurde, betrachten wir es anmutig als etwas nahezu Luxuriöses. Knappheit schafft ExklusivitĂ€t, wie mein alter Professor fĂŒr Wirtschaftswissenschaften uns damals zu erklĂ€ren versuchte. Dennoch erscheint es als ein wenig seltsam, dass dies fĂŒr eine ehemals billige und leicht verfĂŒgbare Sache wie Reisen gilt und nicht etwa bspw. fĂŒr Delikatessen einer gefĂ€hrdeten Art.

Wir sollten uns Gedanken ĂŒber die Kunst und Relevanz des Reisens machen

Ich habe aber nun doch nicht ganz verstanden, ob die Leute aus dieser Anti-Travel-Community jetzt glĂŒcklich und zufrieden mit dem sind, was sie vorher unerbittlich gefordert hatten? In gewisser Weise haben sie mit dem globalen Stillstand bekommen, was sie wollten. Ich fĂŒr meinen Teil fĂŒhle mich in meiner Beweglichkeit ziemlich eingeschrĂ€nkt und mag dieses GefĂŒhl ĂŒberhaupt nicht. Nein, ich hasse es sogar, wie es aktuell ist. Wie kann es als besserer Lebensstil angesehen werden, sich weder frei bewegen zu dĂŒrfen noch sich unbeschwert reisen zu dĂŒrfen?

Infolgedessen gibt es doch keinen vernĂŒnftigen Grund fĂŒr eine Gesellschaft, sich nach dieser autoaggressiven Manier derartig zu geißeln und freiwillig einzuschrĂ€nken, dass die neuen UmstĂ€nde fĂŒr alle gleichermaßen trist und unglĂŒcklich sein sollten. Warum also den Individualtouristen als ketzerischen SĂŒnder brandmarken und denunzieren, damit unser kollektives VerstĂ€ndnis von Reisen in der Theorie beruhigt wird und gar niemand mehr reisen kann / darf?


@Playa Los Patos (Dominican Republic)
Playa Los Patos in der Dominikanischen Republik

In diesen Momenten des Wandels hinterfragen wir alle die UmstĂ€nde und Bedeutung des Tourismus. Nicht nur wegen seiner ausgestoßenen Emissionen und ob es gut oder schlecht fĂŒr das kollektive Leben ist. Eine Überregulierung unserer ReiseaktivitĂ€ten kann nicht das Ergebnis eines besseren Alltags und beruhigten Kollektivgewissens sein. Die Lösung kann sein, dass Reisen umweltfreundlicher und nachhaltiger wird. Aber nur dann, wenn die Gesellschaft zu folgender Erkenntnis gelangt und Reisen als optionale Notwendigkeit wahrnimmt und nicht als obligatorische Belastung fĂŒr die Kollektiv.

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Bitte mehr Transparenz und weniger sinnlose ReisegebĂŒhren

Wenn ich reisen möchte, dann sollte ich erlaubt sein. Ich bin jedenfalls mehr als glĂŒcklich reisen zu können. Aber ohne irgendwelche EinschrĂ€nkungen und ohne das eingetrichterte GefĂŒhl der Schuld, das Ökoktivisten in der Gesellschaft versuchen zu hinterlassen. Ich werde mich beim Reisen niemals schuldig fĂŒhlen. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der moderne Reisende sich der Konsequenzen seines Handelns bereits bewusst ist. Daher besteht doch keine Notwendigkeit, ohne SĂŒnde Steine zu werfen. Diese Gruppe von reiselustigen Öko-Abenteurern fĂŒhlen sich bereits fĂŒr ihre Reiseaktionen verantwortlich und wissen um die Auswirkungen.


Foz do Iguaçu
‘Foz do Iguaçu’ in Brasilien

Warum also nicht FlughafengebĂŒhren oder ĂŒberflĂŒssige Steuern fĂŒr ökologische und nachhaltige Zwecke einsetzen, die sonst im Budget eines Flughafenbetreibers oder einer Regierungsbehörde verschwinden und nimmer wieder gesehen werden? Ich wĂŒrde lieber wissen, was mit meinen obligatorischen finanziellen BeitrĂ€gen bei der Buchung eines Flugtickets passiert.

Diese zusĂ€tzlichen und kĂŒnstlichen Kosten werden normalerweise willkĂŒrlich berechnet und scheinen fĂŒr den Reisenden auch nicht transparent zu sein. Niemand weiß, was mit dem Geld geschieht. Können wir dieses Geld nicht einfach zu 100% wiederverwenden, um unseren abscheulichen Reisebelastungen entgegenzuwirken und stattdessen etwas wirklich Gutes zu tun?

Es wĂ€re viel schöner, wenn diese Steuern und GebĂŒhren stattdessen in ökologische Projekte fließen wĂŒrden. Idealerweise in Projekte, die den durch einen Flug verursachten Emissionen entgegenwirken wĂŒrden. Sei es, um neue BĂ€ume zu pflanzen und WĂ€lder wieder aufzuforsten oder andere naturnahe Projekte zu unterstĂŒtzen und fördern. Es gibt bereits viele Fluggesellschaften, die ihre Passagiere auffordern, wĂ€hrend des Buchungsprozesses eine freiwillige Öko-GebĂŒhr zu zahlen.


Ventanillas de Otuzco
Ein bisschen Farbe fĂŒr die antike GrabstĂ€dte in Otuzco, Cajamarca

Vor allem mĂŒssen diese finanziellen Ausgaben so schnell wie möglich ihr eigentliches Ziel erreichen. Ohne kostengenerierende Organisationen und zusĂ€tzliche Zwischenposten, die das Geld zurĂŒckhalten und den Prozess verlĂ€ngern und verlangsamen. Es ist ein bekanntes Problem, dass mehr Instanzen den tatsĂ€chlichen Spendenbetrag filtern und letztendlich nur ein kleiner Teil fĂŒr den gewĂŒnschten Zweck eingesetzt werden kann.

Wenn jedoch der Flughafen, die Fluggesellschaft oder die Regierungsbehörde diese GebĂŒhren und Steuern transparent und sofort umsetzen wĂŒrden, wĂ€re nicht nur das kollektive Gewissen der Bevölkerung beruhigt. Auch die lĂ€rmenden Aktivisten haben einen Grund weniger, Reisende fĂŒr ihren Lebensstil zu dĂ€monisieren.

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Und wie werden wir nun in 2021 reisen?

Viele Menschen haben ihre Arbeit und viel Geld wĂ€hrend der Corona-Krise verloren. Weniger Geld bedeutet, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Dinge zu vermeiden. Eine Reise ins Ausland sollte vielleicht fĂŒr ein weiteres Jahr ĂŒbersprungen und verschoben werden, bis sich die Dinge wieder normalisieren. Inlandsurlaube sind auch schön. Die Nachfrage nach nationalen und internationalen FlĂŒgen wird 2021 und in den nĂ€chsten Jahren geringer sein als 2019 vor der großen Pandemie.

Infolgedessen wird es ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum viel weniger Flugverkehr geben. Viele Fluggesellschaften weltweit gingen aufgrund fehlender Einnahmen wĂ€hrend der Reiseverbote bankrott. Flugverbindungen werden nicht mehr zu eng miteinander verbunden sein. Vielleicht mĂŒssen wir also in Zukunft ein paar Mal hĂ€ufiger umsteigen und mehr fĂŒr das Flugticket bezahlen. All dies macht das Reisen mit dem Flugzeug mit lĂ€ngeren Wartezeiten und teureren Preisen etwas unangenehmer, aber nicht unmöglich.


Sloth
Eine ĂŒberaus langsame und gemĂ€chliche Spezies und ein Faultier hĂ€ngen am selben Ast

Und was tun mit all den leeren KapazitÀten in den Hotels auf der ganzen Welt? Es wird viele Rabatte und niedrige Preise in Zukunft geben. Das wird dem Reisenden sehr entgegenkommen. Die Hotelindustrie wird alles versuchen, um alte und neue Kunden anzulocken.

Also…Wie werden wir dann in Zukunft verreisen?

Nicht viel anders als vorher. Es wird keine umweltfreundlichen oder grĂŒnen Flugzeuge ohne Emissionen geben. Oder neue AnsĂ€tze, um das Image des Individualreisenden zu retten. Wenn wir alle nach der globalen Pandemie noch Urlaub machen wollen, werden wir das auch sicherlich weiterhin tun. Aber seltener als zuvor und vielleicht nicht zu den entferntesten Reisezielen. Wenn die Angst vor Covid-19 nicht beseitigt wird oder die Pandemie in beliebten Tourismusdestinationen weiterhin besteht, wird das Reisejahr 2021 ziemlich öde und trist sein.

Nur ehrgeizige Reisende mit permanentem Fernweh werden ihre Reisen fortsetzen, als ob nie etwas geschehen ist. Und ich hoffe, dass sowohl das Bewusstsein des Reisenden als auch das seiner Kritiker ausgewogen sein wird. Nur mit einem kooperativen Ansatz kann das Reisen seine faire und unvoreingenommene Wahrnehmung in der Gesellschaft wiedererlangen. Einzelne Reisende sind keine SĂŒnder oder schlechten Menschen, weil sie reisen. Besonders nicht in Zeiten von Covid-19, in denen versucht wird, Hotelbesitzer, Reiseanbieter und andere Interessengruppen mit ihren Ausgaben am Leben zu erhalten.

How will we travel in 2021? A post-corona forecast for travelers

Coronavirus, Phil O' Soph

The year 2020 was a year of changes in all of our habits. During times of pandemic restrictions of Covid-19 and many ecologic challenges, our perception of traveling changed over the years, too. And it was almost surprising for me to see and read how the joy of traveling altered in a very peculiar way to be a more negative hobby. Not only happened these changes over the last years very rapid, but they were also at the same time drastically in their approach and public perception. Quo Vadis, traveling in 2021?


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Approximate reading time: 7 minutes

Individual traveling was a joy when I made my first trips in Latin America

I remember times in which a traveler was regarded as someone who tried to realize him- or herself – Hoping to shape character and personality during all the jeopardies abroad. Travelers were more or less humble aspirants who are trying to learn from the world. A vibrant mix of an adventurer, daredevil, and carefree person who makes the best of things.

First, traveling before it is too late in life for that. Later, starting a traditional life in society as it was assumed before. With a family, job, and all the other obligations, traveling won’t be possible anymore.


Caspar van Kempen and Gertjan Loonstra
First travel experiences in Latin America in 2014

Very often, I heard how people envied me for my travels. But more in a positive way. That they subconsciously would like to do the same that I do and accompany me.

How individual traveling became a collective problem for society

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For a couple of years, however, traveling was more and more considered as an unwanted cost factor for the collective. The questions arose if traveling was an essential thing in life and if it wouldn’t be better limiting it to a minimum.

A strong antipathy against travelers was formed from left and green activists who succeeded in moving this mood into the attention of the middle of society. Instead of looking for solutions on how to continue a travelers’ lifestyle and make it maybe for everyone more eco and more green, travelers got stigmatized as a group of sinners with a burden of guilt.


Paraguay
Traditional Paraguay

The previous positive envy turned into a suspicious resentment with a strong aversion against anyone who breaks out of society to go an own way. All these emissions for the joy of traveling? Shame corner for you travelers, how dare you?

Traveling in 2020 developed as a luxury good and daring exploits

But then the unwanted year 2020 came and changed everything. Covid-19. Coronavirus. A global pandemic, closed borders, minimized air traffic. Traveling was made literally impossible. Cancelations worldwide, millions of people lost their jobs, and financial losses were recorded everywhere.

And the longer Covid-19 remained a spooky thread for everyone, more environmental benefits happened. Luckily, these loud squallers in society got muted along this process as well. But were they at the end correct? 


Caño Hondo
Relaxing at Paraíso Caño Hondo

Suddenly, going on vacation was considered exceptional and extraordinary. Something precious that not everyone can do. And to be honest: Anyone who stumbles thoughtlessly through the world in these highly infectious times has to be daring and unteachable.

Maybe that’s always the case. When a product or service got unreachable, unattainable, or too expensive, we regard it as something almost luxurious. Scarcity creates exclusivity as my old professor from Economics tried to explain to us. Oddly, it is funny to remember that this happens for a former cheap and available thing as traveling and not for delicacies from an endangered species.

Let’s reconsider the art and relevance of traveling

What I didn’t understand was if the people from this community were now happy and satisfied with what they demanded before? In a way, they got with the global stillstand what they wanted. For my part, I feel quite limited in my movability and don’t like this feeling at all. No, I simply hate how it is. How can it be considered a better lifestyle to neither be allowed nor able to move freely? 

As a result, there is no rational reason for an auto-aggressive society to scourge and limit itself in such a way that circumstances should be equally unfortunate for everyone. So why brand the individual traveler as heretical and portray them as a scapegoat so that our collective understanding of travel is soothed and no one can / may travel anymore?


@Playa Los Patos (Dominican Republic)
Playa Los Patos

In these moments of change, we all scrutinize the question of the significance and the importance of tourism. Not only because of its emissions and what it does good or bad for the collective life. Overregulating our travel activities can’t be the result of a better collective daily life. Making traveling more eco and more green can be the solution. But only if a cooperative society agrees on perceiving traveling as an optional necessity and not as an obligatory burden for society.

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Please more transparency and less pointless travel fees 

If I want to travel, I should be allowed. More than happy to go, I am anyhow. But without any restrictions and the feeling of guilt that left and green activists try to persuade society. I will never feel guilty about traveling. There is a big gap between guilt and responsibility.

I am pretty sure that the modern traveler is already aware of the consequences of his/her actions. No need to cast stones from the ones without sin. They are already feeling responsible for their travel actions.


Foz do Iguaçu
The majestic waterfall ‘Foz do Iguaçu’ in Brazil

Instead of paying some airport fees or redundant taxes that vanish in a budget of an airport operator or a governmental body and will never be seen again, I would rather know what happens with my obligatory financial contribution when booking a ticket. 

These additional and artificial costs are usually calculated arbitrarily, and neither appear they to be transparent for the traveler. Nobody knows what happens to the money. Can’t we just reuse this money 100% to counteract our vile travel burdens and do something really good instead?

It would be much nicer if these taxes and fees were put into ecological projects instead. Ideally, in those projects that would counteract the emissions caused by a flight. Be it to plant new trees and reforest forests or save other natural projects. There are already many airlines that ask their passengers to pay a voluntary fee during the booking process.


Ventanillas de Otuzco
Bringing color to the old graves in Otuzco

Above all, this financial expenditure must reach its actual goal as quickly as possible. Without cost-generating organizations and additional items that hold the money back and prolong the process. It is a well-known problem that more intermediate stations filter the actual donation amount, and in the end, only a small part is used for the desired purpose.

But if the airport, the airline, or the governmental body were to implement these fees and taxes transparently and immediately, then not only the individual conscience of the traveler would be reassured. These nagging activists also have one less reason to demonize the travelers for their lifestyle.

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And how will we finally travel in 2021?

Many travelers lost their jobs and a lot of money. Less money means to focus on what is essential and what is avoidable. A vacation abroad should be maybe skipped and procrastinated for another year until things get back to normal. Domestic vacations are also nice. The demand for national and international flights will be in 2021 and the next years lower than in 2019. 

As a consequence, there will be less air traffic. Many airlines worldwide went bankrupt as a result of missing revenues during the travel bans. Flight connections will no longer be too closely linked. Maybe you have to step over one more time than before. All of this makes traveling by plane with longer waiting times a little more uncomfortable, but not impossible.


Sloth
A very lazy and sluggish animal next to the sloth.

And what to do with all the empty capacities in hotels around the world? There’ll be a lot of discounts and low prices to obtain. The hotel industry will try everything to attract old and new customers.

Thus… How will we travel in 2021?

Not much different than we did before. There won’t be any green airplanes with zero emissions. Or new approaches to rescue the image of traveling. If we all still want to go on vacation after the global pandemic, we will do that. But less frequently and maybe not to the most distant travel destinations. If the fear of Covid-19 won’t be allayed – or the pandemic continues to exist in popular tourism destinations – the travel year 2021 will be a gloomy and silent one.

Only those ambitious travelers with an adventurous heart will continue their trips as never anything happened. And I hope, that both the consciousness of the traveler and their criticizers will be balanced. Only with a cooperative approach, traveling can regain a fair and unbiased perception from society. Individual travelers aren’t sinners or bad people because they are traveling. Especially not during times of Covid-19 when they try to keep hotel owners, travel suppliers, and other stakeholders with their expenditures alive.

Trapped in paradise: Day 12 in Santo Domingo with the Coronavirus

Coronavirus, Dominican Republic, English
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It is now day 12 since tightened measures came into force in the Dominican Republic. The spreading Coronavirus should be combated, minimized and slowed down with these governmental actions. I am quite surprised, on the one hand, that these taken measures are of an extremely strict nature. And, on the other hand, they are enforced and pursued very consistently by the Dominican executive.

The Dominican government reacted far too late to the global development of the Coronavirus as many other countries as well. It was more important to wait until the local elections were held on March 15. However, compared to many other governments around the world, the Dominican Republic was after that mentioned date quite authoritarian and rigorous.

For example: If anyone gets caught at night after the curfew, they get penalized immediately, will be arrested and go straight to jail. The following picture reached me via WhatsApp and shows some of the people who have violated these strict curfew times:



In contrast to the weak laissez-fair style of some European countries, it’s a big contrast for me to see the executive forces that merciless. By the way: The curfew at night was initially from 8 p.m. to 6 a.m. But was then extended to 5 p.m. – 6 a.m. Less free time that we can spend outside.

But I did walking around a bit to do some errands and check the general situation. Do I just live in a well-guarded and calm zone? What about other parts of Santo Domingo?



This is ‘Avenida Maximo Gomez’ – one of the worst transportation hubs in Santo Domingo. It drove me literally crazy multiple times before when I needed to cross that street. If you are lucky enough to be allowed to work in that specific sector around ‘Avenida Maximo Gomez’, you would be quite amazed about these quiet days we are all experiencing. This street usually looks like this:



I would have never expected that the terribly congested traffic of Santo Domingo could be relieved and calmed down at some point. It just needed a global pandemic to establish normal traffic conditions for the oldest city on the American continent.

What I could record from my balcony was surprising and disturbing as well:



Jeez, we poor citizens were once again reminded by loudly announcements from the mayor’s friendly voice that we should please rather stay at home. Which of course I did, otherwise I would not have been able to record this video.

These cars drove through my district for hours and sounded loud enough to not understand your own words in the apartment. Because of missing rebellious crowds of people on the streets, this measure seems a bit overpowered to me.

Regardless of that, Dominican people turn out to be surprisingly cooperative and obedient. What about supermarkets and how to get supplies?

Next page: How difficult it is nowadays to enter a supermarket

DĂ­a 3: Como maneja Santo Domingo el Coronavirus en toque de queda?

Coronavirus, Dominican Republic, Español

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En mi Ășltimo artĂ­culo, predije algunos escenarios que podrĂ­an ocurrir debido al Coronavirus en RepĂșblica Dominicana y las contrarrestaciones del gobierno dominicano. En su mayoria las predicciones fueron correctas e incluso sucediĂł cuando estaba escribiendo el Ășltimo artĂ­culo. Eso fue hace casi 6 dĂ­as. ÂżQuĂ© ha cambiado desde entonces? ÂżCĂłmo cambiĂł la vida en la ciudad? ÂżO aĂșn no hay ningĂșn cambio visible?

¿Qué sucede en la zona colonial durante el coronavirus?

En este articulo les contaré lo que sucede en la Zona Colonial, parte mås antigua de la ciudad mås antigua del continente americano.

Algunas escenas de la vida tĂ­pica dominicana se pueden observar directamente desde mi balcĂłn y suele estar llena de caos en el trĂĄfico, mucha gente corriendo por los recados en las calles, ruidos fuertes en cada esquina y autos estacionados que estrechan la calle aĂșn mĂĄs.

El siguiente video lo grabé el 8 de marzo, hace 12 días, antes que la población dominicana se enterara del Coronavirus por su gobierno o prestara mås atención a este tema. Por lo general, el tråfico en la calle en la que vivo tiene el siguiente aspecto:


NORMAL


El típico caos de tråfico en Santo Domingo, pero ahora 12 días después, la situación en la misma calle y filmada desde la misma perspectiva desde el mismo balcón:


DURANTE EL CORONAVÍRUS


¿Notaste alguna diferencia? Si no, déjame resumirlo:

  • Hay menos autos estacionados en la calle.
  • Menos trĂĄfico y menos caos.
  • Es mucho mĂĄs silencioso que en el primer video.
  • El nĂșmero de peatones es drĂĄsticamente mĂĄs bajo que antes.
  • Desde el cuarto piso se puede escuchar al vendedor ambulante gritar mientras se para junto a la cĂĄmara.

Especialmente la escena con el vendedor ambulante no es aterradora sino desalentadora. Viene todos los dĂ­as con su viejo vehĂ­culo y grita por las calles. Ofreciendo aguacates, mangos y guanĂĄbana frescas. Las frutas tĂ­picas de un paĂ­s caribeño como la RepĂșblica Dominicana. Pero no, todo es un poco diferente.

Este hombre ahora estĂĄ casi solo en la calle, nadie mĂĄs estĂĄ usando su espacio, apenas pasa un auto, no hay gente que lo detenga para comprar sus frutas porque no hay gente en las calles.

PĂĄgina siguiente: El Parque Duarte durante el Coronavirus

Curfew, Day 3 – How is life in Santo Domingo during the Coronavirus?

Coronavirus, Dominican Republic, Español

Approximate reading time: 5 minutes

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In my last article, I predicted some scenarios that could happen due to the Coronavirus for the Dominican Republic and the counteracts from the Dominican government. I predicted mostly right. Some of my predictions and thoughts were even realized during I was writing the last article. That was now almost 6 days ago. What all has changed since then? How did life change in Santo Domingo? Or isn’t there any change at all visible?

What happens in the Colonial Zone in Santo Domingo during the Coronavirus?

I can only speak for the Colonial Zone and what’s happening in the oldest part of the oldest city of the American continent. Hence, I have no clue at all what is going on in the rest of the city or the Dominican Republic. I can only report what I see myself around hear and what I take notice of. And that was almost nothing.

Some scenes of the typical Dominican life can be observed directly from my balcony. And the daily life is usually full of traffic chaos, a lot of people running for errands through the streets, loud noises at every corner and parked cars that narrow the street even more down.

The following video I recorded on March 8. That’s 12 days ago and was before the Dominican population was made aware of the Coronavirus from their government or paid a deeper attention to that topic. Usually the traffic in the street I live looks the following:



Just the typical Dominican traffic chaos in Santo Domingo. But now 12 days later, the situation on the same street and filmed from the same perspective of the same balcony:



Did you notice any difference? If not let me sum it up:

  • There are fewer cars parked on the street
  • Less traffic and the usual resulting chaos
  • It is much quieter than in the first video
  • The number of pedestrians is drastically lower than before
  • You can hear from the 4th floor the street vendor shouting as he stands next to the camera

Especially the scene with the street vendor is not scary but daunting. He comes every day with his old vehicle and yells through the streets. Offering fresh avocados, mangos, and guanabana. The typical fruits from a Caribbean country like the Dominican Republic. But no, it all is a bit different than before.

This man is now almost lonely in the street. No one else is using his space on the street. Barely a car passing by. There aren’t any people stopping him to buy his fruits. Because there aren’t people on the streets.

Next page: Parque Duarte during the Coronavirus

Das Coronavirus in der Dominikanischen Republik – Fakten, Statistiken, mögliche Effekte und realistische Szenarien

Dominican Republic, German

UngefÀhre Lesezeit: 15 Minuten

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Ich bin kein Journalist und kein Virologe. Weder Mediziner, noch selber betroffen oder wirklich sattelfest informiert in Bezug auf das Corona-Virus. Was ich weiß, ist selbstverstĂ€ndlich nicht mehr als nur das, was andere ĂŒber die aktuelle Situation wissen. Aber ich möchte ein wenig ĂŒber das tĂ€gliche Leben in Santo Domingo und der Dominikanischen Republik berichten. Vielleicht interessieren sich die Leute dafĂŒr, wie die Dinge hier laufen und wie das beliebte Urlaubsziel in der Karibik mit einer solchen Situation umgeht.

Aber zuerst möchte ich China, seiner Regierung und seiner Bevölkerung fĂŒr die jĂŒngste Entwicklung danken. Sie haben das alles aufgrund Ihrer miserablen Ess- und Hygienegewohnheiten möglich gemacht. Alle unsere Leben sind potenziell betroffen und theoretisch in Gefahr, weil die Chinesen diese seltsame Art von Tier gerne verspeist und fĂŒr medizinische Zwecke haben:


Did you ever heard before of a Pangoline ?!

Welche bescheuerten und perfiden Gourmet-und-Hexendoktor-Phantasien Sie auch immer fĂŒr sich selbst stillen wollten: Es dreht ja jeder dadurch ziemlich durch und die Freiheit weltweit ist oder wird schrittweise eingeschrĂ€nkt. Es gibt kein internationales Gericht, das China oder Chinesen fĂŒr all das verantwortlich macht. Wie kann man China dafĂŒr verklagen und bestrafen?

Ich hoffe, dass die Menschen auf der ganzen Welt vielleicht minderwertige Made-in-China-Produkte zumindest fĂŒr ein paar Wochen boykottieren, um zumindest ein wenig Gegenreaktion zu erzeugen und Karma zu erzwingen. Das ist damals auch beim Boykott des britischen Rindfleisches wĂ€hrend der BSE-Vorkommnisse geschehen. Ein schwacher Trost, aber ansonsten sind keine unmittelbaren und internationalen Strafen möglich. Und ich kann auch ein paar Monate hervorragend ĂŒberleben, ohne irgendwelchen neuen und nutzlosen Plastikschrott aus China zu kaufen.

Wie Dominikaner mit Problemen umgehen

Eine viel interessantere Frage war fĂŒr mich, OB die Bevölkerung in der Dominikanischen Republik etwas unternimmt. Die MentalitĂ€t der Menschen auf der Karibikinsel ist eher gelassen und etwas trĂ€ge. Wahrscheinlich lĂ€sst es sich am besten so beschreiben:

“Was interessieren mich die Probleme anderer Menschen? Mir geht es prima und ich habe keine Probleme. Ich genieße mein Leben und habe keine Sorgen, solange ich ausreichend versorgt bin und genĂŒgend zu essen und zu trinken habe. Gracias a Dios!

Dominikanische Lebenseinstellung

Ein gutes Beispiel wĂ€re natĂŒrlich folgendes Video:


Ein schlafender Mann in seinem Auto mit laufendem Motor zur KĂŒhlung der Klimaanlage

Diese nachlĂ€ssige und vielleicht ignorante Haltung gegenĂŒber anderen (und letztlich auch sich selbst) wird natĂŒrlich in extremen Situationen auf die Probe gestellt. Situationen werden fĂŒr einen Menschen extrem, wenn sie außergewöhnlich und unvorhergesehen sind und wenn es keine Erfahrungswerte gibt, von denen profitiert werden kann. Noch komplizierter und heikler ist es, wenn diese extremen Situationen zu einem kollektiven Problem werden.

Die Dominikanische Republik hat jedoch tatsĂ€chlich ziemlich viel GlĂŒck, wenn es um Extremsituationen oder Naturkatastrophen geht. Das große Erdbeben war 2011 im benachbarten Haiti und betraf die Dominikanische Republik nur in geringfĂŒgigen FĂ€llen. Alle Arten von karibischen Tornados treffen regelmĂ€ĂŸig andere LĂ€nder. Das grĂ¶ĂŸte Land der Karibik ist politisch relativ stabil und es gibt keine VersorgungsengpĂ€sse, da die landwirtschaftlichen Bedingungen des Landes eine reiche Vielfalt an Nahrungsmitteln ermöglichen. Zumindest ist das meine eigene Wahrnehmung.

Gracias a dios!

Die Dominikanische Republik ist eher ein NachzĂŒgler in ihrer Entscheidungsfindung

Aufgrund der geografischen und historischen Lage ist die Dominikanische Republik ein idealer Ort fĂŒr den Tourismus und fungiert als Verbindungsanker und Drehkreuz in Lateinamerika. Santo Domingo (wo ich momentan lebe) gilt als wichtiger Luftverkehrsknotenpunkt auf dem amerikanischen Kontinent und verfĂŒgt ĂŒber zwei internationale FlughĂ€fen.


Santo Domingo ist buchstÀblich ein Luftdrehkreuz in Lateinamerika

Und das grĂ¶ĂŸte Land der Karibik ist natĂŒrlich bestens vernetzt mit vielen anderen LĂ€ndern. SelbstverstĂ€ndlich. Schließlich ist es die perfekte Urlaubsregion und es gibt viele Reisende, die ihren karibischen Urlaubstraum einmal im Leben dort realisieren möchten.

Auf der anderen Seite hat das natĂŒrlich eine sehr hohe AbhĂ€ngighkeit von anderen LĂ€ndern bewirkt. Die Dominikanische Republik wartet eher auf ein Signal und eine Reaktion des Kunden, bevor sie selbst irgendwie tĂ€tig wird.

Dieses verspĂ€tete Verhalten eines NachzĂŒglers lĂ€hmt und verlangsamt das Land in vielen Dingen. NatĂŒrlich nicht zu verschweigen, dass es ein permanentes Problem mit Korruption gibt. Laut World Corruption Index 2019 rangiert die Dominikanische Republik auf Platz 137 von 180 LĂ€ndern weltweit. Das ist ziemlich mies.

Politik und Bigotterie sind wichtiger als kollektive Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung

Alle diese GrĂŒnde spiegeln die Situation beim Umgang mit dem Coronavirus gut wider. Ineffiziente und korrupte Politiker wissen natĂŒrlich nicht wirklich, was sie in diesem Fall tun sollen. In dieser Notsituation ist es natĂŒrlich schwierig, einen Plan B zu haben, wenn Sie nicht einmal einen Plan A unfallfrei ausĂŒben können.

Aber die Dominikanische Republik ist im Vergleich zu vielen anderen LĂ€ndern weltweit und in Lateinamerika extrem langsam und zögert, um Maßnahmen zu ergreifen. Andere LĂ€nder schließen Verkehrssysteme, sperren einige soziale Strukturen oder empfehlen sogar, soziale AktivitĂ€ten ĂŒberhaupt einzuschrĂ€nken. Die Dominikanische Republik hat bisher nichts unternommen.

Warum nicht?

2020 ist ein extrem wichtiges und wegweisendes Jahr fĂŒr die Dominikanische Republik. Es sind nĂ€mlich mal wieder Wahlen. Am 17. Mai finden zum Beispiel die Hauptwahlen des Landes statt. Aus diesem Grund ist es aus Sicht der amtierenden FĂŒhrer der Dominikanischen Republik sehr praktisch, die Bevölkerung ruhig und kontrolliert zu halten.

In Zeiten dieser oben genannten Extremsituationen zeigen die dominikanischen Politiker einen Mangel an Entscheidungsfindung oder gar Kommunikation. Es wĂ€re tatsĂ€chlich der perfekte Moment, um Charakter und Profil fĂŒr die bevorstehenden Abstimmungen zu zeigen. Immerhin wĂ€re es doch eine super Sache, genau dann das richtige zu tun, wenn es endlich um etwas wichtiges geht und davon auch noch an der nĂ€chsten Wahlurne zu profitieren. Es scheint mir jedoch, dass sie mehr Angst haben, etwas falsch zu machen, als eine klare Aussage zu tĂ€tigen. Die Dominikanische Bevölkerung ist relativ schlecht informiert und vorbereitet auf all das, was noch kommen wird.

Es sind aber nicht bloß die PrĂ€sidentschaftswahlen in der Dominikanischen Republik. Alle regionalen Wahlen hĂ€tten eigentlich am 16. Februar 2020 stattfinden sollen, wurden aber durch einen unfassbar lĂ€cherlichen und peinlichen Fehler im automatisierten Wahlsystem auf den 15. MĂ€rz verlegt.

Das ist genau heute! Millionen von Dominikanern werden sich also auf den Weg machen, um ihre Stimme fĂŒr die Kommunalwahlen abzugeben. Eine ziemlich ungĂŒnstige und delikate Situation. Diese Wahlen nun aufgrund des Coronavirus erneut zu verschieben wĂŒrde nur noch mehr Unruhe und Proteste in der Bevölkerung auslösen.

Und nach dieser laaaaaaangen Einleitung möchte ich mich nun endlich auf das Hauptthema dieses Artikels stĂŒrzen. Dem Coronavirus.

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Coronavirus en la RepĂșblica Dominicana: hechos, estadĂ­sticas, posibles efectos y algunos escenarios realista

Dominican Republic, Español

Tiempo aproximadamente de leer: 15 minutes

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No soy periodista, ni virĂłlogo ni estoy realmente firme sobre el coronavirus. Lo que sĂ© , por supuesto, no es mĂĄs que lo que otros saben sobre esta situaciĂłn. Pero me gusta informar un poco sobre la vida cotidiana en Santo Domingo y la RepĂșblica Dominicana. Tal vez la gente estĂĄ interesada en cĂłmo funcionan las cosas y quĂ© hace la gente aquĂ­.

Primero me gustarĂ­a dar las gracias a China, su gobierno y su gente por el reciente desarrollo. Hicieron todo esto posible debido a sus hĂĄbitos alimenticios y de higiene. Todas nuestras vidas estĂĄn potencialmente afectadas y en peligro porque a ellos les gusta comer este extraño tipo de animal:


ÂżAlguna vez has oĂ­do antes que alguien ha hablado de un Pangolin?

Por la fantasĂ­a gourmet (muy extraña) que estaban tratando de satisfacer, ahora todo el mundo estĂĄ de cabeza y la libertad es o serĂĄ limitada gradualmente. No hay un tribunal de justicia para responsabilizar a China por todo esto. ÂżCĂłmo demandar y penalizarlos?.

Espero que la gente de todo el mundo boicotee al menos durante unas semanas sus productos de baja calidad, para crear al menos una pequeña reacciĂłn violenta. Un pobre consuelo, pero aparte de eso no habrĂĄ sanciones internacionales posibles. De todos modos, podrĂ­a vivir un par de meses sin comprar basura plĂĄstica nueva e inĂștil.

Sobre la manera dominicana de lidiar con problemas

Pero una pregunta mĂĄs interesante fue para mĂ­ SI las personas de la RepĂșblica Dominicana hacen algo. La mentalidad dominicana es muy distinta y relajada. Creo que podrĂ­a describirse de la siguiente manera:

“¿Por quĂ© deberĂ­a importarme los problemas de otras personas? Estoy bien, me gusta mi vida y no me preocupo, siempre y cuando estĂ© lo suficientemente abastecido y tenga suficiente para comer y beber. ÂĄGracias a Dios!

ComprensiĂłn dominicana de la vida

Un buen ejemplo podrĂ­a ser el siguiente video:


Un hombre durmiendo en su auto con un motor encendido para que funcione su aire acondicionado

Esta actitud despreocupada y tal vez ignorante para los demĂĄs y para ellos mismos, por supuesto, debe ponerse a prueba cuando se trata de situaciones extremas. Las situaciones se vuelven extremas para un individuo , cuando son excepcionales , imprevistas y si no hay valores de experiencia para beneficiarse. Lo que es aĂșn mĂĄs complicado y delicado al mismo tiempo, es cuando estas situaciones extremas se convierten en un problema colectivo.

Sin embargo, la RepĂșblica Dominicana es bastante afortunada cuando se trata de situaciones extremas o desastres naturales. Hubo un gran terremoto en el 2011 en HaitĂ­ y afectĂł a RepĂșblica Dominicana solo en casos menores. Todos los tipos de tornados caribeños golpean regularmente a otros paĂ­ses. El paĂ­s es polĂ­ticamente estable y no hay escasez de oferta, porque las condiciones agrĂ­colas del paĂ­s permiten una rica variedad de alimentos. Al menos esa es mi percepciĂłn.

La RepĂșblica Dominicana es mĂĄs o menos rezagada

Debido a su situaciĂłn geogrĂĄfica e histĂłrica, la RepĂșblica Dominicana es un lugar ideal para el turismo y funciona como un ancla de conexiĂłn en AmĂ©rica Latina. Santo Domingo (donde vivo actualmente) es considerado como un importante aeropuerto aĂ©reo en el continente americano y tiene dos aeropuertos internacionales.


Santo Domingo es literalmente un centro aéreo en América Latina.

Y estĂĄn conectando el paĂ­s mĂĄs grande del Caribe con muchos otros paĂ­ses. Por supuesto, porque la gente de estos paĂ­ses estĂĄ planeando sus vacaciones en la RepĂșblica Dominicana.

De hecho, existe una dependencia extremadamente alta de otros paĂ­ses debido a estas razones turĂ­sticas. La RepĂșblica Dominicana espera a que el cliente muestre una reacciĂłn antes de que ellos mismos realicen acciones.

Este tipo de comportamiento rezagado ralentiza un paĂ­s. No suprimir los hechos con la problemĂĄtica actual con la corrupciĂłn. SegĂșn el Índice Mundial de CorrupciĂłn 2019 , la RepĂșblica Dominicana ocupa el puesto 137 de 180. No es una sorpresa, que esto es bastante malo.

La polĂ­tica y la intolerancia son mĂĄs importantes que las medidas colectivas para proteger a la poblaciĂłn

Todos estos motivos se reflejan sobre la situaciĂłn con el manejo del coronavirus. Los polĂ­ticos ineficientes y corruptos realmente no saben quĂ© hacer en este caso. En esta situaciĂłn de emergencia, por supuesto, es difĂ­cil tener un Plan B, si ni siquiera tiene un Plan A.

Pero la RepĂșblica Dominicana se compara con muchos otros paĂ­ses en todo el mundo y en AmĂ©rica Latina extremadamente lenta y vacilante para hacer algunas acciones. Otros paĂ­ses cerraron los sistemas de transporte, algunas estructuras sociales o incluso recomiendan limitar las actividades sociales en absoluto. La RepĂșblica Dominicana no ha hecho nada hasta ahora.

¿Por qué podrías preguntar?

El 2020 es un año electoral muy importante. El 17 de mayo habrĂĄ las elecciones generales del paĂ­s. Es por eso muy conveniente desde la perspectiva de los lĂ­deres de la RepĂșblica Dominicana mantener a la poblaciĂłn tranquila y controlada.

En tiempos de situaciones extremas como las antes mencionadas, los polĂ­ticos dominicanos muestran una falta de toma de decisiones. En realidad, serĂ­a el momento perfecto para mostrar un poco de carĂĄcter y perfil para los prĂłximos votos. Me parece que tienen mĂĄs miedo de hacer algo mal que hacer una declaraciĂłn clara para preparar a la poblaciĂłn para lo que estĂĄ por venir.

Pero no solo hay elecciones generales en la RepĂșblica Dominicana, se suponĂ­a que las elecciones municipales tendrĂ­an lugar el 16 de febrero, pero se postergaron hasta el 15 de Marzo debido a un error vergonzoso del sistema de votaciĂłn automatizado.

Esto es exactamente hoy! Millones de dominicanos intentarĂĄn votar mañana nuevamente. Ahora, este es un momento y una situaciĂłn bastante delicada. Suspenderlo nuevamente provocarĂ­a protestas y disturbios, pero celebrarla propagarĂĄ el Coronavirus rĂĄpidamente entre la poblaciĂłn.

Y despuĂ©s de la muuucha introducciĂłn, con mucho gusto comenzarĂ© ahora el tema real de este artĂ­culo: El coronavirus.

Pagina siguiente: Datos sobre el coronavirus en la RepĂșblica Dominicana

Coronavirus in the Dominican Republic – Facts, statistics, possible effects and some scenarios

Dominican Republic, English

Approximate reading time: 15 minutes

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I am not a journalist, neither a virologist or really firm about the corona virus. What I know, is of course not more than just what others know about the recent situation. But I like to report a little bit about the daily life in Santo Domingo and the Dominican Republic. Maybe people are interested about how things are running here and what people do.

But first I would like to thank the Chinese government for the recent development. You made all that possible because of these strange eating and hygiene habits. All of our lives are potentially affected and theoretically in danger because they like to eat this weird type of animal and made medicine out of it:


Did you ever heard before of a Pangoline ?!

Whatever crank and perfidious gourmet phantasies they were trying to satisfy for themselves, now everyone turns insane because of that and freedom worldwide is or will be limited gradually. There’s no court of justice to hold China or Chinese for all of that responsible. How to sue and penalize China for that?

Probably, people worldwide will at least boycott for a few weeks the Chinese imports and low-quality Made-in-China labelled products to create at least a little backlash. I can remember the same happenings for the UK and the British Beef industry with BSE problematic decades ago. A poor consolation, but other than that there won’t be any international penalties possible. China is a too heavy and dependent player and definitely won’t take responsibility for that. Personally, I can live for a couple of months without buying new and useless plastic junk anyways.

About the Dominican way of with dealing problems

But a more interested question was for me IF people from the Dominican Republic do something. The Dominican mentality is very distinct and laid-back. I think, it could be described as the following:

“What should I care about other people’s problems? I am doing just fine, I enjoy my life and I have no worries as long as I am sufficiently supplied and have enough to eat and to drink. Gracias a Dios!”

Dominican understanding of life

A good example might be the following video:


A guy sleeping in his car with a started engine to run his A/C

This careless and maybe ignorant attitude for others and themselves is of course be put to the test when it comes to extreme situations. Situations become extreme for an individual, when they are exceptional, unforeseen and if there are no experience values to benefit from. What is even more complicated and delicate at the same time, is when these extreme situations become a collective problem.

However, the Dominican Republic is actually quite lucky when it comes to extreme situations or natural disasters. The huge earthquake was 2011 in Haiti and affected the Dominican Republic only in minor cases. All types of Caribbean tornados regularly hit other countries. The country is politically relatively stable and there aren’t any supply shortages, because the agricultural conditions of the country allow a rich variety of food. At least that’s my own perception.

Gracias a Dios!

The Dominican Republic decides more or less like a laggard

Due to its geographic and historic situation, the Dominican Republic is an ideal spot for tourism and functions as a connection anchor in Latin America. Santo Domingo (where I live at the moment) is considered as an important air hub on the American continent and has two international airports.


Santo Domingo is literally an air hub in Latin America.

And they are connecting the biggest country of the Caribbean with many other countries. Of course. Because people from these countries are planning their vacations in the Dominican Republic.

In fact, there is an extreme high dependency on other countries because these tourism reasons. The Dominican Republic waits for the customer to show a reaction before they will themselves do actions.

This laggard type of behavior slows down a country. Not to suppress the facts with the ongoing problematic with corruption. According to the World Corruption Index 2019, the Dominican Republic ranks 137 of 180. Not a surprise, that this is quite bad scoring.

Politics and bigotry is more important than collective measures to protect the population

All these reasons reflect on the situation with the handling of the Coronavirus a well. Inefficient and corrupt politicians don’t really know what to do in this case. In this emergency situation, it’s of course difficult to have a Plan B, if you don’t even have a Plan A.

But the Dominican Republic is compared to many other countries worldwide and in Latin America extremely slow and hesitating to do some actions. Other countries shut down transport systems, lock down some social structures or even recommend to limit down social activities at all. The Dominican Republic didn’t do anything so far.

Why you want to ask?

2020 is a very important election year for the Dominican Republic. On 17th of May there will be for example the general elections of the country. It’s because of that very convenient from the perspective of the running leaders of the Dominican Republic to keep the population quiet and controlled.

In times of these aforementioned extreme situations, the Dominican politicians show a lack of decision making. It would be actually the perfect moment to show some character and profile for the upcoming votes. It seems to me, that they more scared to do something wrong than make a clear statement to prepare the population for what’s about to come.

But there aren’t only general elections in the Dominican Republic. The municipal elections were supposed to happen on February 16, but were due to an embarrassing error of the automated voting system suspended to March 15.

That’s exactly tomorrow! Millions of Dominican people will try to vote tomorrow again. Now that’s quite a delicate moment and situation. Suspending it again will cause protests and unrest. But holding the elections will spread the Coronavirus rapidly amongst the population.

And after the looooong introduction, I will gladly start now the actual topic of this article. The Coronavirus.

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